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Geschichte des Fachbereichstages Bauingenieurwesen

Der Fachbereichstag Bauingenieurwesen wurde am 11.5.1979 bei einem Treffen der Dekane/-innen/Fachbereichsleiter/-innen Bauingenieurwesen der deutschen Fachhochschulen gegründet. Es wurden eine Satzung verabschiedet, ein Vorstand gewählt, und die Fachausschüsse eingesetzt. Zuvor waren in den 1970-er Jahren in allen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland Fachhochschulen, die insbesondere aus den ehemaligen Staatlichen Ingenieurschulen hervorgingen, mit der Organisationseinheit „Fachbereich“ eingerichtet worden.

Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurden auch die Fachbereiche mit Studiengängen des Bauingenieurwesens der in den neuen Bundesländern neu gegründeten Fachhochschulen Mitglieder im Fachbereichstag Bauingenieurwesen.

Anfangs bestand eine wesentliche Aufgabe in der Vertretung der Professorinnen und Professoren in der GEMKO,  der Gemeinsamen Kommission der Kultusminister und der Hochschulen zur Definition der "Rahmenordnung für die Diplomprüfung im Studiengang Bauingenieurwesen an Fachhochschulen", die am 19. März 1999 verabschiedet wurde. Hierbei ging es um die Festlegung von Lehrstunden und Lehrinhalten sowie der Anzahl der Prüfungs­leistungen.

Von Beginn an hat der Fachbereichstag gemeinsame Gespräche mit den Bundesvertretungen der Arbeitgeber (Bauindustrie, Ingenieurbüros und Behörden) und der Hochschul­rektoren­konferenz (HRK, anfangs noch mit der FRK - Fachhochschulrektorenkonferenz) über Studieninhalte und -organisation geführt. Ein wichtiges Thema war auch die internationale Anerkennung der damaligen FH-Abschlüsse der Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen.

Stets war jedoch auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch der Kollegen/-innen und Dekane/-innen untereinander ein wichtiges Anliegen des Fachbereichstages. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit den Hochschulen des benachbarten deutschsprachigen Auslandes und dem Fakultätentag der Universitäten.

Im Jahr 2001 wurde zur  Abwicklung von finanziellen Aktivitäten und gegebenenfalls auch von Rechtsgeschäften der Verein der Freunde und Förderer des Fachbereichstages als eingetragener Verein gegründet.

Seit 2000 hat der Fachbereichstag den Bologna-Prozess mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen an Fachhochschulen intensiv begleitet. Im ASBau (Akkreditierungsverbund für die Studiengänge des Bauingenieurwesens) arbeitet der Fachbereichstag seit dessen Gründung 2002 aktiv mit. Auch in der Konferenz der Fachbereichstage (KFBT), dem Zusammenschluss der Fachbereichstage verschiedener Fachrichtungen, ist der Fachbereichstag Bauingenieurwesen von Anfang an (2002) beteiligt.

Die in den letzten 15 Jahren zunehmenden Forschungsaktivitäten an Fachhochschulen kamen etwa  in den vom Fachbereichstag 2006 bis 2008 veranstalteten Forschungstagen zum Ausdruck.

Im Bereich der Lehre wurden vom Fachbereichstag "Lehrinhalte eines Bauingenieur­studiums"  für die Studiengänge Diplomingenieur (FH) und später dann für die Bachelor-Studiengänge  (2005) an Fachhochschulen festgelegt. Diese wurden im Hinblick auf eine lernergebnisorientierte Beschreibung der Hochschulausbildung weiterentwickelt und 2013 in Leipzig als Dokument „Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen im Kernstudium von Bachelor­studiengängen des Bauingenieurwesens“ verabschiedet. Sie beschreiben die Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen, die Studierende aller Vertiefungsrichtungen in  Bachelor­-Studiengängen  des Bauingenieurwesens an Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften  erwerben sollen.

Zu hochschulpolitischen und berufsständischen Fragen äußerte sich der Fachbereichstag in den letzten Jahren u.a. in mehreren Stellungnahmen, etwa zum Bolognaprozess (Positionspapier 2007), zur Berufsbezeichnung (2010), zu Masterstudiengängen (2012)  und zu Kooperativen Promotionen (2012). 

Auf seinen Vollversammlungen widmete sich der Fachbereichstag in den letzten Jahren immer wieder besonderen Schwerpunktthemen wie der Internationalisierung der Studiengänge (Gießen 2011), Kooperativen Promotionen (Leipzig 2013) oder Dualen Studiengängen (Nürnberg 2014).

Die in den letzten Jahren auch an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften eingeführten Studiengänge des "Umweltingenieurwesen –Bau“ werden seit 2012  im Fachbereichstag mit vertreten und sind im Fachausschuss „Wasser, Boden, Abfall“ fachlich verankert.

Im Jahre 2011 wurde Prof. Dr.-Ing. Günter Schmidt-Gönner für seine langjährigen Verdienste für den Fachbereichstag Bauingenieurwesen zu dessen Ehrenvorsitzenden ernannt.

Seit seiner Gründung hat sich der Fachbereichstag Bauingenieurwesen zunehmend von einem Gremium, das sich überwiegend dem internen Erfahrungsaustausch und Fragen der Lehre widmete, zu einer Vertretung der Fakultäten und Fachbereiche des Bauingenieurwesens an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Gesellschaft und zu einem hochschulpolitischen Ansprechpartner gegenüber Industrie, Verbänden und Öffentlichkeit entwickelt.

  
Vorsitzende des Fachbereichstages Bauingenieurwesen seit Gründung
 
Zeitraum
Name
Hochschule
     
1979 - 1984
Prof. Dr. Lutz Beckmann
TFH Berlin
1984 - 1986
Prof. Hans-Dieter Fleischmann
FH Bielefeld / Minden
1986 - 1988
Prof. Dieter Sticher
FH Frankfurt
1988 - 1991
Prof. Jürgen Reichenbach
FH NordostNS / Buxtehude
1991 - 1992
Prof. Werner Kissenbeck
FH Lippe / Detmold
1992 - 1994
Prof. Hans-Joachim Johne
TFH Berlin
1994 - 1995
Prof. Hans-Peter Schilp
FH Stuttgart
1995 - 2009
Prof. Dr. Schmidt-Gönner
FH / HTW Saarbrücken
2009 - 2015 Prof. Dr.-Ing. Horst Werkle HTWG Konstanz
seit 2015 Prof. Dr. Birger Gigla FH Lübeck